Der Achte und der Aufstieg des Weiblichen
Die künftige Erhebung des Weiblichen gehört von selbst zum Achten, weil der weibliche kabbalistische Pol häufig mit Empfangen, mit Malchus, mit der Schechinah und mit dem Offenbarwerden des göttlichen Zwecks in der unteren Welt verbunden ist.
Doch das muss genau bleiben.
Der Achte bedeutet nicht „Frauen ersetzen Männer“.
Er bedeutet nicht, dass die vorige Ordnung böse gewesen wäre.
Er bedeutet nicht, weiblich gleich höher und männlich gleich geringer.
Solche Lesarten schrumpfen kosmische Sinnbildsprache zur Lagerpolitik.
Der tiefere Wandel ist, dass die Rolle des Empfangenden endlich verstanden wird.
Was zweitrangig aussah, erweist sich als zweckhaft.
Was am Ende erschien, offenbart seine Wurzel im Anfang.
Empfangen wird als tätige Verwandlung erkannt.
Malchus wird sichtbar königlich nicht dadurch, dass sie aufhört zu empfangen, sondern dadurch, dass sie offenbart, was Empfangen hervorbringen kann.
“נקבה תסובב גבר.”
Umgeben, nicht abtrennen.
Krone, nicht Eroberung.
Das ist acht.
